Geomarketing in Forschung und Lehre

(Aus-) Bildung korrespondiert noch nicht mit der gewachsenen Nachfrage

Die Nachfrage nach kompetent und umfassend ausgebildeten Fachkräften ist entsprechend hoch. Bisher ist das Angebot der Institutionen darauf noch nicht eingestellt. Stand heute gibt es auf jeden Fall keine eigenen Studiengänge und auch nur sehr wenige Spezialisierungsangebote zur Thematik Geomarketing.

Der neue Geomarketing-Experte

Wünschenswert wären eigene akademische Abschlüsse. Nur damit würde man der Nachfrage aus der Wirtschaft und der aktuellen wie künftig prognostizierten Bedeutung des Geomarketing mittel- und langfristig gerecht. Inhaltlich erforderlich wäre eine Verknüpfung von Themen aus den Disziplinen Marketing, (Wirtschafts-)Geographie, Geodäsie/Kartographie, Volks- und/oder Wirtschaftswissenschaften sowie Kompetenz in Geoinformationssystem-Anwendungen.

Alltag heute: Seiten- und Quereinsteiger ins Geomarketing

Der Großteil der heute im Geomarketing aktiven Arbeitnehmer haben eher Abschlüsse in Geographie, Geoinformatik, Vermessungswesen oder Wirtschaftsgeographie. Häufig handelt es sich aber auch um Seiteneinsteiger aus anderen Disziplinen mit mathematisch-statistischer Basis wie zum Beispiel VWL, BWL, Sozialforschung, Wirtschaftspsychologie oder Markt- und Medienforschung und Marketing.

Mehr Vernetzung für das Geomarketing von morgen

Dieses Bild spiegelt sich grundsätzlich auch in der Geomarketingforschung wider. Gerade die Digitalisierung von Mobilität und Alltag hat zu einer deutlichen Zunahme an Daten und Analyseanforderungen geführt. Der Einsatz von Data Science und Big Data Analytics erfordert besser fokussierte und inhaltlich vernetzte Organisationsformen in Forschung und Lehre.