Was ist Geomarketing?

Definition Geomarketing

Geomarketing beschreibt, analysiert und vergleicht jeden beliebigen Markt oder Standort hinsichtlich der ökonomisch relevanten Charakteristik und Potenziale durch Referenzierung und flächendeckende Berechnung von Marktdaten auf objektive geographische Strukturen – international, national, regional und lokal (mikrogeographisch).

Definition Geomarketing, Handbuch Geomarketing (2007)

M. Herter definiert Geomarketing im Handbuch Geomarketing (2007) wie folgt: Geomarketing analysiert aktuelle wie potenzielle Märkte nach räumlichen Strukturen, um den Absatz von Produkten effektiver planen und messbar steuern zu können. Geomarketing ergänzt den klassischen Marketing-Mix bestehend aus Produkt, Preis, Distribution und Kommunikation um die räumliche Betrachtung, da sich der Markt regional bzw. geographisch differenzieren lässt.

Die Raum-Zeitkomponente

Im Geomarketing spielt neben der geographischen Dimension zunehmend auch die zeitliche Dimension eine immer wichtigere Rolle. Also neben der Frage WO auch die Frage WANN. Dazu muss man wissen, dass ein Geodatum (also ein geographischer Wert) grundsätzlich aufgrund der Raumzeit (spätestens seit A. Einstein) auch immer einen Zeitpunkt beinhaltet. Die groben Zeiteinheiten sind zum Beispiel Gegenwart (gerade jetzt), Vergangenheit (z.B. Jahresstände) sowie Zukunft (Prognosedaten). Feinere Einheiten sind Tageszeit (z. B. Tag und Nacht) oder gar konkrete Uhrzeiten (z. B. Frequenzen an einem bestimmten Orten zu verschiedenen Zeiten).

s. auch: Blogbeitrag Location Intelligence vs. Geomarketing