Außendienststeuerung

Mehr Transparenz und Effizienz im Außendienst

Unter Außendienst versteht man im Rahmen von Vertriebs- oder Service-/Kundendiensten ausgeführte Verkaufs-, Arbeits- oder Servicetätigkeiten i. d. R. an Standorten von Kunden, die also mit Reisetätigkeiten verbunden sind. Im weiteren Sinne gehören dazu auch (regionale) Lieferfahrten. Der Außendienst bietet die Möglichkeit, Kunden intensiv persönlich zu betreuen, verursacht aber auch die höchsten Kosten je Kundenkontakt.

Umso wichtiger wird in Zeiten zunehmenden Wettbewerbs- und Kostendrucks eine strukturierte Außendienstplanung auf Basis von raumbezogenen Markt- und Kundenanalysen. So werden die Maßnahmen effizienter und außerdem Zielvorgaben und Leistungen der zugeordneten Mitarbeiter*innen transparent, objektiv messbar und somit fairer und vergleichbarer.

Gebietsoptimierung, Gebietszuordnung und Routensteuerung

Im Zentrum der Außendienststeuerung stehen Gebietszuschnitt und -zuordnung (zu Außendienstmitarbeiter*innen) an sich als auch die (tägliche) Routensteuerung. Im Geomarketing werden die aktuellen Marktgebiete des Unternehmens zuerst einmal auf die vorhandenen Potenziale untersucht. Integriert in diese Berechnung werden dabei auch die bisher regional getätigten Ab- oder Umsätze.

Darüber hinaus wird eine Vielzahl weiterer wirtschaftlich und geographisch-logistisch relevanter Markt- und mikrogeographische Daten (Entfernungen, Kundendichte, Potenzialdichte, usw., auch Wettbewerbstätigkeite) in den Analysen berücksichtigt und flächendeckend auf das gesamte Marktgebiet übertragen.

Objektiv vergleichbare, faire Außendienstgebiete

In Geosystemen werden auf dieser Basis objektiv vergleichbare Vertriebsgebiete u. a. hinsichtlich Wegstrecken und Gebietspotenzialen vollkommen automatisch auf Knopfdruck berechnet. Administrative oder postalische Grenzen spielen dabei eine eher untergeordnete Rolle. Im Gegenteil können sich komplett unternehmenseigene Gebietsstrukturen ergeben. Dabei werden auch die Stand-/Wohnorte von Außendienst- oder Servicemitarbeiter*innen berücksichtigt.

Effiziente, flexible Außendienstrouten

Neben der Gebietszuteilung ist bei der Außendienststeuerung auch die aktuelle Steuerung der Touren von Kunden- oder Service-Außendienstlern von Bedeutung. Dieses „Routing“ sorgt dafür, dass Außendienstler innerhalb der gegebenen Arbeitszeit die kürzesten Routen fahren und auf den Strecken liegende Kunden/Interessenten zusätzlich aufnehmen können. Sofern der/die Außendienstler/in auf das zentrale System zugreifen kann, kann er/sie sich auch spontan vom Auto aus das Potenzial jeder Straße oder jedes beliebigen Wohnhauses (B2C) oder Firmengebäudes (B2B) anzeigen lassen. So kann die Route selbst auf der Fahrt noch individuell und eigenverantwortlich optimiert werden.

DEFINITION

Unter Außendienststeuerung versteht man die bewusste und Umsatz, Potenzial, Kompetenz und/oder Ziel orientierte Zuteilung von Kunden und Interessenten an mobil operierende Mitarbeiter*innen sowie die Planung und effiziente Organisation erforderlicher oder empfehlenswerter Besuche und die Wegstrecken dort hin sowie der dafür erforderlichen Ressourcen.