Filialplanung

Filialplanung als strategisches Erfolgstool

Filialen sind geographisch wie betriebswirtschaftlich betrachtet Unternehmens-Standorte. Deshalb sind auch Standortplanung und Filialplanung eng miteinander verwandt. Der wesentliche Unterschied zwischen Filial- und Standortplanung liegt darin, dass die Filialplanung per se mehrere inhaltlich vergleichbare Standorte umfasst, die sich sogar zu ganzen Filialnetzen verdichten können. Bei der Standortplanung kann es sich auch um einen einzelnen oder wenige Shops, Lager oder Firmensitze handeln. Darüber hinaus gibt es auch Überschneidungen zur Expansionsplanung, sobald es um die Planung neuer, zusätzlicher Filialen geht.

Berücksichtigung zahlreicher Faktoren

Zahlreiche Faktoren wie z. B. Bekanntheitsgrad, Erreichbarkeit oder Markenstärke, freies Potenzial, aber auch Kannibalisierungseffekte, Wettbewerb, Logistikkosten, Fixkosten, usw. werden bei der Filialplanung berücksichtigt und können anschließend durch geeignete Maßnahmen optimiert werden.

Die Kombination und Wirkung der einflussnehmenden Faktoren variiert regional und lokal massiv, was eine Geomarketing-Analyse der bestehenden Filialen unverzichtbar und bei der Planung neuer Filialen obligatorisch macht. Die Amortisierung der Kosten dieser Analysen bzw. der Investition in eine eigene Infrastruktur hängt letztendlich von der jeweiligen Umsatzgröße des Filialnetzes ab. Man kann davon ausgehen, dass der Einsatz von Geomarketing Kosten für Bestandsfilialen optimieren hilft und die Fehlentscheidungsrate z. B. bei den Neustandorten deutlich senkt.

Zentrale Kriterien für eine erfolgreiche Filialanalyse und Filialplanung sind z. B.

  • die individuellen, besonders die lageabhängigen Erfolgs- und Risikofaktoren,
  • die zur Zielerreichung benötigte Größe des Filial-Einzugsgebietes,
  • das optimale soziodemographische Profil der Wohnbevölkerung und
  • deren projiziertes Kaufverhalten.

DEFINITION

Die Filialplanung analysiert bestehende wie potenzielle neue Standorte für Niederlassungen von Unternehmen innerhalb neuer oder bestehender Märkte hinsichtlich ihrer Eignung für den Absatz bestimmter Güter oder Dienstleistungen.